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Boulez zur Rettung Berlins?
Von Hugues Mousseau

BERLIN - Seit 1993 ist der französische Dirigent Pierre Boulez, wie auch Bernard Haitink und Sir Georg Solti, regelmäßiger Gast der Berliner Philharmoniker. Nach Angaben selbst der Philharmoniker, hat das berliner Orchester in den letzten Jahren leichte Schwächen gezeigt. Die Entscheidung für eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Pierre Boulez, dessen schnelle und vor allem effiziente Arbeitsmethoden allgemein anerkannt sind, wurde hauptsächlich mit der Absicht getroffen, das Orchester schnell wieder auf die "richtige Bahn" zu bringen. Aber auch durch seine musikalischen Leistungen hat Pierre Boulez gewußt sich (fast) unentbehrlich zu machen. In einen vielleicht ein wenig zu didaktischen Programm (Bergs 3 Sätze aus der "Lyrischen Suite" , Weberns Orchesterstücke (1913) , Strawinskys Bläsersymphonien, Psalmensymphonie und Symphonie in 3 Sätzen ) hat der französische Dirigent es geschafft, wie schon in vorherigen Berliner Konzerten, die bekannten Stärken des Orchesters auszunutzen und dabei gleichzeitig das Spiel immer mehr zu präzisieren. Die Methode Boulez erinnert an den pointillisme. Das Orchester, das seit 5 Jahren erheblich verjüngt wurde, folgt Boulez mit absoluter Professionalität, grosser Begeisterung und manchmal auch mit einer gewissen Skepsis - Pierre Boulez kultiviert in keiner Weise die gewiße Arroganz des Orchesters.

Im Anschluss an das Konzert wurde Boulez nach der Fähigkeit der Philharmoniker gefragt, das Repertoire des 20. Jahrhunderts technisch umzusetzen. Er gab sich bestimmt: die Qualität entspreche der des Cleveland Orchestra, der Chicago Symphony und auch der London Symphony.Und auch das cliché, nachdem die Berliner Philharmoniker nicht so überzeugend sind in Schönberg, Strawinsky, Ravel oder Bartok, wie in Brahms, Schubert oder Bruckner sei völlig überholt.

Im Rahmen einer Europa-Tournée dirigiert Pierre Boulez die Wiener Philharmoniker im März 96.


Finden Sie, daß das Niveau der Berliner Philharmoniker ein wenig gesunken ist?

Finden Sie die Zusammenarbeit zwischen Pierre Boulez und den Berliner Philharmonikern gelungen?



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